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Netstaler Schützen vereint!
dwj. Seit dem 19. Januar 2006 ist Realität was früher für viele Mitglieder wohl unvorstellbar gewesen wäre. Der Feldschützenverein Netstal (mit Untersektion Pistole) und der Militärschützenverein Netstal haben fusioniert und nennen sich nun Schützenverein Netstal. Im 1863 gegründeten Feldschützenverein schossen in früherer Zeit vor allem Fabrikanten, Offiziere und Gewerbetreibende während im 1883 gegründeten Militärschiessverein sich mehr die einfachen Leute zum Schiessen trafen. Die gegenseitigen Vorurteile blieben lange Zeit bestehen, konnten aber in den letzten beiden Jahrzehnten durch eine stetig zunehmende Zusammenarbeit, z.B. mit einer gemeinsamen, intensiven Jugendförderung, abgebaut werden. Dass es nun zur Fusion kam, hat die gleichen Gründe, wie sie heute vielerorts in Vereinen angetroffen werden. Beide litten zunehmend unter Mitgliederschwund und es wurde auch immer schwieriger, frische Leute für eine Vorstandscharge zu finden. Also entschloss man sich die verbliebenen Kräfte aus beiden Vereinen zu bündeln und einen neuen starken Verein zu gründen. Man ist zuversichtlich, dass die Zukunft des neuen Vereins durch die intensive Jugendförderung gesichert sein sollte. Über 50 neue (alte) Mitglieder folgten der Einladung zur Gründungsversammlung. Nach einem feinen Nachtessen im Restaurant Bären eröffnete Tagespräsident und zugleich auch letzter Präsident der Feldschützen, Reto Weber die Versammlung. Er durfte unter den Gästen Regierungsrat Franz Schiesser, Gemeindepräsident Hans Leuzinger sowie zwei Vertreter des Glarner Kantonalschützenvereins, Präsident Melchior Laager und Fredi Lienhard, begrüssen. Dank seriöser und gründlicher Vorbereitung verlief die Versammlung sehr speditiv. Ein Zeichen auch dafür, dass die Mitglieder vollstes Vertrauen in die Arbeit der Fusionskommission hatten. Walter Gabathuler als Präsident und Reto Weber als Vizepräsident werden den neuen Verein führen. Auch alle anderen Vorstandschargen konnten ohne Probleme besetzt werden. Die Pistolensektion wurde ebenfalls in den Schützenverein Netstal integriert. Heinz Looser amtet neu als Obmann. Obwohl es manch einer oder einem sicher schwer ums Herz angesichts der Auflösung „seines“ Vereins wurde, war doch deutlich zu spüren dass man sich auch auf den Neuanfang freut. Es bleibt noch viel zu tun, aber diese Entscheidung zur Fusion war sicherlich schon mal ein Schuss ins Schwarze. |
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