Schiessanlage „Butzi“

Der 300 Meter Heimstand des Schützenvereins Netstal ist die Schiessanlage „Butzi“. Sie ist im Besitz der Gemeinde Netstal. Der Schiesstand besitzt zwölf Scheiben, davon acht elektronische SIUS Trefferanzeigen sowie vier handgezeigte Zugscheiben. Mit der Umsetzung der Lärmschutzverordnung wurden 2001 an den acht elektronischen Scheiben Lärmschutztunnels eingebaut. Mit einer Steigung von nahezu 55 Metern ist die Butzi einer der steilsten Schiessstände weit und breit. Trotzdem lassen sich auf ihr ausgezeichnete Resultate erzielen. Schiessen beginnt eben im Kopf und wer schon vor dem ersten Schuss über die Anlage wettert, wird sicher auch schlecht schiessen. An den Stand angegliedert ist eine schöne Schützenstube mit Cheminée. Im Sommer wird ihre Kapazität mit einem Aussenzelt erweitert. Im Keller befindet sich eine Zivilschutzunterkunft. Darin wurde für das Schiessen mit Druckluftwaffen eine 10 Meter Anlage mit vier Laufscheiben errichtet. Im Winter finden dort die beliebten Jugendschiesskurse statt. Aber auch die Vereinsschützen können dort ihre Form schon vor Beginn der Freiluftsaison verbessern.

Der erste Schiesstand in Netstal wurde 1785 errichtet. Er musste aber 1858 wegen dem Bau der Bahnlinie nach Glarus wieder aufgegeben werden. An seiner Stelle befindet sich heute das „Volksgärtli“ östlich des Restaurants „Hecht“. Als Ersatz wurde im „Schlöffeli“ auf der hinteren Allmeind ein neues Schützenhaus gebaut, das 1910 noch auf 10 Stände erweitert wurde. Dieses Schützenhaus steht heute noch und ist an seiner Form auch noch als solches zu erkennen. Es grenzt südöstlich an den Fussballplatz an und wird heute als Material- und Lagerraum verwendet. 1923, als nach dem 1. Weltkrieg die Wirtschaft am Boden lag, wurde in der „Butzi“ als Notstandsarbeit ein neues Schützenhaus gebaut und seither schiessen die Netstaler Gewehrschützen dort. Nachdem sich der Bau eines modernen Schützenhauses, das den heutigen Anforderungen genügt, immer mehr aufdrängte, wurde 1983 an gleicher Stelle die heutige „Butzi“ erstellt und 1985 feierlich mit einem Standweihschiessen dem Betrieb übergeben. Anfangs besass die Anlage vier elektronische Trefferanzeigen, später kamen noch zweimal zwei weitere dazu so dass heute acht zur Verfügung stehen. Nach der Fusion der beiden Vorgängervereine zum Schützenverein Netstal drängt sich mittelfristig eine Erhöhung auf mindestens 10 Scheiben auf, damit die Schiesszeiten nicht zu lange werden.

 
Die Schiessanlage „Butzi“ vor prächtiger Bergkulisse

Blick in die Schützenstube mit Cheminée

Die „alte Butzi“

Die Luftgewehranlage im Keller der „Butzi“